Bundesverband Angeborene Gefäßfehlbildungen e.V.
Eine umfassende Diagnose ist die Grundlage für die richtige Therapie! Da die Erkrankung individuell unterschiedliche Ausprägungen aufweist, muss die Gefässveränderung in ihrer gesamten Ausdehnung in Haut, Unterhautfettgewebe, Muskulatur und Knochen erkannt und beurteilt werden. Basis der Diagnostik ist eine ausführliche Anamnese die einen möglichst langen Verlauf dokumentiert. Es folgen die drei Säulen der Diagnose: - klinische Untersuchung mit Palpation, akustischem Ultraschall, Fotodokumentation - Funktionelle Untersuchungen - Bildgebende Untersuchung mit radiologischen Befunden. Am Anfang stehen dabei die schonende Sonographie (Ultraschall), die Dopplersonographie sowie die Duplexsonographie. Es folgen Magnetresonanztomographie (MRT, erfordert bei kleinen Kindern eine Sedierung) und die invasive Angiographie und Phlebographie. Zusammen ermöglichen diese Schritte einer gründlichen Diagnose die Klärung der drei entscheidenden Fragen: 1. Welches ist das vorwiegend beteiligte Gefäßsystem? 2. Wie ausgedehnt ist die Fehlbildung und welche benachbarten Strukturen sind beteiligt? 3. Wie stark ist die Hämodynamik beeinträchtigt: lokal, regional und systemisch?